Über uns

Der Musikverein Seckach wurde am 2. Mai 1926 gegründet. Die Blasmusik wurde jedoch schon viel früher in Seckach gepflegt. So zeigt ein Bild aus dem Jahre 1900 eine Prozession, bei der eine Musikkapelle mitwirkte. Nachforschungen im Gemeinde- und Kirchenarchiv ergaben jedoch, dass bereits im 19. Jahrhundert eine Musikgesellschaft in Seckach bestand.


Finanzbelege beweisen dies schon im Jahre 1833. Sowohl kirchliche wie auch weltliche Veranstaltungen wurden von der Musikgesellschaft musikalisch umrahmt, wie beispielsweise die Schulhauseinweihung im Jahre 1835. Ab 1844 lässt sich die Existenz einer Musikkapelle anhand von Finanzbelegen bis zur Gründung des Musikvereins lückenlos nachweisen.

Die Zeit des dritten Reiches ging auch am Musikverein nicht spurlos vorbei.

Der Verein wurde kraft Gesetzes in die Reichsmusikkammer der Landschaft " Südwestmark" eingegliedert.

Dem Musikverein gelang es aber trotzdem, seine Eigenständigkeit zu bewahren.

Bedingt durch Einberufungen und Krieg wurde die Kapelle so geschwächt, dass sie ihre Tätigkeit am 4. Oktober 1942 ganz einstellen musste. Der Verlust, der dem Verein durch den Krieg entstand, war enorm. Von den ursprünglich 23 Musikern kehrten neun nicht mehr zurück. Ende 1945 waren noch viele ehemals Aktive in Gefangenschaft. Trotzdem nahm, unterstützt von alten Musikern, die Kapelle, die auf acht Musiker zusammengeschrumpft war, zum Fronleichnamsfest 1945 ihre Tätigkeit wieder auf. Am 17. März 1959 übernahm Manfred Sommer das Amt des Dirigenten. 1979 erfolgte erneut ein Einschnitt in der Arbeit des Musikvereins. Nach zwanzigjähriger Dirigententätigkeit gab Manfred Sommer den Taktstock nach Beendigung des Weihnachtskonzerts an seinen Nachfolger Rudolf Amend weiter, der die Kapelle sechzehn Jahre lang mit großem Erfolg leitete.

Im Jahr 1996 konnte der Musikverein seinen 70. Geburtstag vom 5. bis 8. Juli feiern. Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete das Festbankett am 5. Juli mit der Verleihung der "Pro Musica Plakette" an den Musikverein durch den Landrat Herrn Dr. Pfreundschuh. Im März war Rudolf Amend als Dirigent des Musikvereins aus beruflichen Gründen zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde Bernd Heß.

Zum Ende des Jahres 1999 stellte Dirigent Bernd Heß sein Dirigentenamt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Als Nachfolger konnte Stefean Herzog gewonnen werden.

Der Start ins neue Jahrtausend war für den Musikverein jedoch nicht glücklich.

Schon nach einem halben Jahr gab Stefan Herzog das Dirigentenamt wieder ab. Der junge Dirigent Martin Heß übernahm sowohl die Leitung des Stammorchesters als auch der Jugendkapelle. Ein Highlight in der Vereinsgeschichte brachte das Jahr 2001. Das Jugenddorf Klinge feierte sein 50 jähriges Bestehen mit prominenten Gästen. Am 11. Mai 2001 war der EU - Präsident Romano Prodi zu Besuch im Jugenddorf Klinge, bei der musikalischen Umrahmung des Festaktes wirkte der Musikverein mit. Am 10. Juni 2001 besuchte der Bundespräsident Johannes Rau das Jugenddorf Klinge. Die musikalische Begrüßung übernahm der Musikverein.